St. Barbara Pannesheide
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Berensberg Band 2 erschienen

Zweiter Band der Geschichte der Kirche St. Matthias zu Berensberg  Mehr

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Pastoralkonzept der Pfarre Christus unser Friede

Das Pastoralkonzept wurde im Jahr 2013 in den Pfarrbriefen Januar bis Juni veröffentlicht.

Pastoralkonzept – Teil 1

In den letzten Monaten hat sich eine Arbeitsgruppe aus Pfarrgemeinderat, Ortsausschüssen, Kirchenvorstand und Pastoralteam zusammengesetzt, um die Schwerpunkte und Zukunftsperspektiven der Pastoral in der Pfarrgemeinde Christus unser Friede niederzuschreiben.

Das so entstehende „Pastoralkonzept“ soll sowohl eine Vergewisserung der Absichten und Vorgehensweisen unseres kirchlichen Handelns sein, als auch eine Absichtserklärung und ein Wegweiser in die Zukunft des kirchlichen Lebens in Kohlscheid.

Auf diese Weise ist das Pastoralkonzept ein „mitwachsender Maßstab“, an dem sich unsere Pastoral messen lassen und orientieren muss, der aber in regelmäßigen Abständen auch selbst immer wieder neu auf die Bedürfnisse und Entwicklungen unserer Pfarrgemeinschaft „justiert“ werden muss.

Beginnend mit der heutigen Januar- Ausgabe unseres Pfarrbriefes möchten wir Stück für Stück die wichtigsten Aussagen des Pastoralkonzepts wiedergeben.

Die ersten beiden Kapitel des Pastoralkonzepts bilden die einleitenden Kapitel über die theologischen und geschichtlichen Grundlagen sowie einer Beschreibung unseres „GdG-Verständnisses“. GdG bedeutet Gemeinschaft der Gemeinden; dieser Begriff wurde noch von Bischof Klaus Hemmerle geprägt und soll zum Ausdruck bringen, dass wir alle (als Einzelne und als Gemeinden) in „Weggemeinschaft“ unterwegs sind zu dem, der uns alle in seine Nachfolge ruft, zu Jesus Christus.

Im Folgenden möchte ich das erste Kapitel des Pastoralkonzepts zusammenfassend wiedergeben, welches die „Geschichte der Gemeinden“ beschreibt:

Entstanden sind die fünf Kohlscheider Gemeinden m 19. und 20. Jahrhundert aus der Pfarre St. Martinus Richterich, welche bis 1973 zum Dekanat Herzogenrath gehörte. Die historischen Wurzeln reichen jedoch oft viel weiter zurück, teilweise bis ins 14. Jahrhundert. Im Laufe der Geschichte hat jede einzelne Gemeinde ihr je eigenes Profil entwickelt, welches sowohl die hauptamtlich vom Bischof Beauftragten sowie vor allem die Ehrenamtler vor Ort durch ihr Engagement bis heute wesentlich mitprägten. In der Fülle und Unterschiedlichkeit des kirchlichen Lebens spiegelt sich die unterschiedliche Bevölkerungsstruktur wider, aber auch die legitime Vielgestaltigkeit der Glaubens- und Lebenswege innerhalb der katholischen Kirche. Im Laufe der Zeit ist eine gute Zusammenarbeit zwischen den fünf Gemeinden gewachsen.

Im Jahr 2010 wurden auf Wunsch des Bischofs von Aachen die bisherigen fünf Pfarrgemeinden unter dem neuen Namen der Großpfarrei „Christus unser Friede“ vereinigt. Der Prozess vollzog sich leider nicht ohne Wunden, jedoch konnte dank der vielen beherzt helfenden Hände ein befürchteter Stillstand verhindert werden.

Heute lässt sich die Großpfarre Christus unser Friede mit dem Bild einer Hand beschreiben: Fünf Finger, die sich einzeln bewegen und auch jeder für sich so Manches in Bewegung bringen. Zusammen bilden diese Finger eine ganze Hand, die imstande ist, kräftig anzupacken, und die mit ihren fünf Fingern gemeinsam das kirchliche Leben in Kohlscheid trägt.

Michael Datené

Pastoralkonzept - Teil 2

Seit geraumer Zeit beschäftigen sich Vertreter/-innen von Pfarrgemeinderat, Ortsausschüssen und Kirchenvorstand zusammen mit dem Pastoralteam mit der Aufgabe, ein Pastoralkonzept für unsere Pfarre Christus unser Friede zu entwickeln. Mit Engagement und viel gutem Willen, denn die Zukunft der fünf Gemeinden liegt allen sehr am Herzen, stellte sich schnell heraus, dass dies zu einer großen Herausforderung mit hohem Zeiteinsatz werden würde. Denn: Wie können und müssen wir heute unsere pastorale Arbeit auf eine Zukunft ausrichten, die sich nur erahnen lässt? Wo liegen unsere Schwerpunkte und wie gehen wir verantwortlich mit unseren Ressourcen um? Wer nach vorne blickt, tut gut daran zu wissen, was ihn im Leben trägt. Dieser Gedanke hat uns veranlasst, im Anschluss an den geschichtlichen Überblick (Wir haben ihn im Januar-Pfarrbrief vorgestellt – Teil 1) das zweite Kapitel des Pastoralkonzeptes unseren theologisch-pastoralen Grundlagen zu widmen.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in dieses Kapitel des Konzeptes geben: Aus der Überzeugung heraus, dass Gott da ist, wollen wir anderen Menschen ermöglichen, die Gegenwart Gottes in ihrem Leben zu entdecken und die Begegnung Gottes gemeinsam zu suchen: in Feier und Alltag, in Kirche und Welt, in Gebet und Gottesdienst, in Freud und Leid, im gemeinschaftlichen Handeln und persönlichen Leben, im Nächsten und in uns selbst. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden und einer von uns. Mit seiner Frohen Botschaft ist er der Maßstab für unser Handeln und Leben.

In der Eucharistie schenkt Christus uns Anteil an seinem Leben, Sterben und Auferstehen. Hier kommen wir zusammen, feiern gemeinsam unseren Glauben und wissen uns verbunden mit den vielen Gliedern des einen Leibes über den Tod hinaus. Auf vielfältige Weise ist Gott uns heute nahe:

  • in der Feier der Sakramente,
  • in den unterschiedlichen Gottesdiensten,
  • in der Begegnung der Menschen miteinander und in der Sorge füreinander
  • sowie in der persönlichen Beziehung.

„Geht hinaus in alle Welt“ mit diesen Worten beauftragte Jesus seine Jünger und damit auch uns heute, seine Frohe Botschaft weiterzutragen in die Lebenswirklichkeit der Menschen in Kohlscheid und weit darüber hinaus in alle Welt. Es liegt mit in unserer Verantwortung, für Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Wir bemühen uns um einen wachen Blick für Menschen in besonderen Lebenssituationen und unterstützen sie – im Rahmen unserer Möglichkeiten – in dem, was sie gerade brauchen. Als getaufte und gefirmte Christen sind wir – hauptamtlich wie ehrenamtlich – berufen, gemeinsam Sorge und Mitverantwortung zu tragen für die Gemeinde Jesu Christi in Gegenwart und Zukunft. Jeder einzelne ist eingeladen, sich nach den eigenen Charismen und Möglichkeiten, den eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten in das Gemeindeleben einzubringen und einen Beitrag zu leisten zu der Vielfalt in der Einheit.

Diese theologisch-pastoralen Grundlagen mit Leben zu füllen bedeutet zugleich, Zeugnis abzulegen von der Hoffnung, die uns erfüllt.

Gerlinde Lohmann

Pastoralkonzept - Teil 3

Pfarrprofil

Durch die Fusion der ehemaligen fünf Gemeinden St. Barbara, St. Mariä Verkündigung, St. Katharina, St. Mariä Heimsuchung und St. Matthias ist zum 01.01.2010 die Großpfarrei Christus unser Friede entstanden. Im Pastoralkonzept, dessen Entwurf wir Ihnen nach und nach im Pfarrbrief vorstellen, blicken wir nach den einführenden Überlegungen in den ersten beiden Ausgaben 2013 nun auf das derzeitige Profil unserer gesamten Pfarrei.

Etwa 12.000 Katholiken leben zurzeit in der Pfarrei, wobei das Gemeindegebiet überwiegend identisch ist mit dem Stadtteil Kohlscheid; hinzu kommen Teile von Aachen- Soers. Neben der geschichtlichen Entwicklung, der heutigen Infrastruktur sowie gemeinsamen kirchlichen Aktivitäten wie z.B. die Fronleichnamsprozession und der Wegweiser für Neuzugezogene gibt der Abschnitt „Pfarrprofil“ einen Ausblick auf die künftige Entwicklung. Einige erste Schritte wurden bereits gemeinsam gegangen – ein weiter Weg in der Zusammenarbeit liegt noch vor uns.

Gemeindeprofile

Das aktive Leben in den fünf Gemeinden unserer Großpfarrei prägt das bunte Bild der Kirche in Kohlscheid. Jede einzelne Gemeinde hat ihr eigenes Gepräge, das sich durch ihre Geschichte entwickelt hat und welches wesentlich durch das persönliche Engagement von Gemeindemitgliedern geformt wird. Hier stehen Menschen für ihren Glauben und ihre Überzeugungen ein; hier investieren sie Zeit, Arbeit und Herzblut. Dies ist spürbar zu lesen in den Abschnitten „Gemeindeprofile“, in denen jede Gemeinde ihre gemeindlichen Gremien, Aktivitäten und Schwerpunkte vorstellt.

Zielgruppen in der pastoralen Arbeit

Die nun folgenden Abschnitte des Konzepts widmen sich den unterschiedlichen Zielgruppen und Themenbereichen unserer Pastoral. Aufgeführt werden „Kinder, Jugend und Familie“, „Erwachsene“, „Caritas und Option für Benachteiligte“, „Sakramente und Gottesdienste“, „Gemeindebildende Gremien“ sowie „über die Kerngemeinde hinaus“.

In diesem Pfarrbrief möchten wir als erstes die Zielgruppe Kinder, Jugend und Familie skizzieren: Kinder, Jugendliche und Familien sind ein wichtiger Baustein für die Zukunft unserer Kirche und von daher ein Schwerpunkt in unserer Pastoral. Gesellschaftliche Umbrüche, persönliche Lebenssituationen und ein verändertes Glaubensleben in der heutigen Zeit machen es notwendig, neben der gemeinsamen liturgischen Feier und dem Miteinander in der Freizeit auch der Vermittlung von religiösen Inhalten eine große Bedeutung zuzumessen. Durch ein breites Angebot, das von einzelnen Aktionen bis zu regelmäßigen Angeboten reicht, versuchen wir, auf diese Situation zu reagieren und nach adäquaten pastoralen Wegen zu suchen. Im Blick auf die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und Familien ist die folgende Darstellung untergliedert in

  • liturgische Aspekte
  • Bildung
  • Freizeitgestaltung.

Unter dem Aspekt von Liturgie und Glaubenserfahrung beschreibt das Pastoralkonzept die Vorbereitung auf die Sakramente: Taufe, Buße, Eucharistie und Firmung. Familiengottesdienste und die jährlich stattfindende Familienwandermesse sind Bausteine einer lebendigen Pastoral, die Familien in liturgische Feiern einbinden.

Religiöse Inhalte lernen die Kinder in der Kinderbibelwoche und bei KIKIFAX kennen. Mit Spiel, kreativen Angeboten und Gebet setzen sich die Kinder in diesen Ferienangeboten mit ihrem Glauben auseinander.

Ähnliche Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche in der Messdienerarbeit sowie mit musikalischem Schwerpunkt in den Kinderchören und der Jugendband. Auch die katholischen Kindergärten, die Grundschulen und weiterführende Schulen sind ein wichtiger Bestandteil dieser Zielgruppenbeschreibung unter dem Gesichtspunkt der Bildung.

Bei der Freizeitgestaltung mit besonderem Schwerpunkt auf der Gemeinschaftlichkeit und dem Leben von christlichen Grundwerten sind in der Zielgruppe „Kinder, Jugendliche und Familien“ zu nennen: die beiden großen DPSG-Stämme Kohlscheid I und Kämpchen-Bank, die Theatergruppen für Kinder, Familienkreise und KAB-Familiengruppen sowie der Sportverein DJK Elmar. Zukunftsperspektiven

In der Zukunft unserer Pfarrgemeinde wollen wir weiterhin viel Engagement in die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien investieren. Wir nehmen aber auch wahr, dass es nicht immer leicht ist, in der sich wandelnden Jugendkultur Anknüpfungspunkte zu eröffnen, wo junge Menschen dem Glauben begegnen können. Wir sind überzeugt, dass frohe und begeisternde Begegnungen mit dem Glauben dazu beitragen und ermutigen, den eigenen Platz in der Kirche immer wieder zu suchen und zu finden.

Gerlinde Lohmann

Pastoralkonzept - Teil 4

Nach den geschichtlichen und theologischen Grundlagen (Teil 1), der Darlegung des Profils der Pfarrgemeinde als Ganzes sowie der einzelnen fünf Gemeinden (Teil 2) nimmt das Pastoralkonzept unserer Pfarre Christus unser Friede im Folgenden die einzelnen „Zielgruppen“ der Pastoral in den Blick.

Im Märzpfarrbrief hatten wir eine Zusammenfassung des Abschnitts über „Kinder, Jugend und Familien“ abgedruckt (Teil 3). Als nächstes folgt die Zielgruppe „Erwachsene“: Gesellschaftliche Veränderungen sind bei der pastoralen Zielgruppe der Erwachsenen besonders zu spüren: Der Gemeindebezug vieler Christen hat deutlich abgenommen; die Glaubensweitergabe in den Familien ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Das hat zur Folge, dass Orte und Gelegenheiten, an denen man persönliche Erfahrungen mit Gott und Glauben machen kann, weniger werden. Daher kommt der Pfarre und ihrer Pastoral eine größere Bedeutung zu. Konkret bedeutet das: Räume und Möglichkeiten eröffnen für miteinander gelebten Glauben auf allen Ebenen. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen kulturellem und religiösem Leben. Dies machen sich z.B. die verschiedenen Theatergruppen der Pfarre, die beiden Büchereien und ein Lesekreis zunutze. Auch die Musik ist ein guter Boden dafür. So findet neben der Chorarbeit auch die Veranstaltung von Konzerten weiterhin Unterstützung. Sport, Spiel und Tanz bieten in den jeweiligen Gruppen ebenfalls Raum, gemeinsamen Interessen nachzugehen und miteinander Freizeit zu gestalten.

Da diese Angebote grundsätzlich offen sind für alle, auch für solche, die der Gemeinde und dem Glauben fern stehen, kann sich hier Gemeinde vor Ort als einladend und gewinnend erweisen. Die Ortsgruppen der Verbände sind mit ihren verbandsspezifischen Anliegen eine wertvolle Unterstützung in der Bildung und Begleitung Erwachsener in den Gemeinden. Eine Bereicherung für Gesellschaft und Gemeinde ist oft auch die spezifische Schwerpunktsetzung der Verbände – so nimmt die KAB eher gesellschaftspolitische Themen in den Blick, während sich die kfd dafür einsetzt, dass frauenspezifische Sichtweisen in Kirche und Gemeinde ernst und wahrgenommen werden.

Im religiösen Bereich sind z.B. die Bruderschaften der Kevelaer- und Matthiaspilger hervorzuheben. Sich verabschieden von hergebrachten Konzepten und neue Wege suchen Die traditionellen „volkskirchlichen“ Wege der Glaubensweitergabe in Familie und durch die konkrete Sakramentenvorbereitung sind heute nicht mehr selbstverständlich. Immer mehr Erwachsene bleiben in einem Kinderglauben stecken. Wachsen im Glauben geschieht jedoch lebenslang und braucht daher auch eine entsprechende weitere Begleitung. Zusätzlich zu den bewährten Angeboten der (auch ökumenischen) Bibelgesprächskreise sollte hier in der Zukunft nach weiteren und neuen Möglichkeiten gesucht werden (z.B. Glaubenskurse, Wege erwachsenen Glaubens und Neuevangelisierung). Ein Umdenken ist auch in der Seniorenarbeit erforderlich. Der Anteil der Senioren in den Gemeinden wie auch in der Gesellschaft wird größer durch höhere Lebenserwartung. Zugleich ziehen sich viele „jüngere“ Menschen aus der Gemeinde zurück, so dass eine Überalterung entsteht. Auch das „Alt-sein“ als solches hat sich drastisch verändert und darf daher nicht länger allein unter dem traditionellen Gesichtspunkt „Caritasarbeit“ gesehen werden. Auch hier wird es in Zukunft wichtig sein, nach neuen und anderen Angeboten zu suchen als bisher.

Michael Datené

Pastoralkonzept - Teil 5

Die nächste Zielgruppe, die im Pastoralkonzept angesprochen wird, ist überschrieben mit den Stichworten „Caritas und Option für Benachteiligte“: Die Beschreibung des aktuellen Status Quo der Caritasarbeit in der Pfarre Christus unser Friede mit den fünf einzelnen Gemeinden benennt traditionsreiche Aktivitäten von finanzieller Spontanhilfe bis zu Haus- und Krankenbesuchen, hebt aber auch darüber hinausgehende Projekte wie die Weihnachtspaketaktion oder das Trauercafé hervor. Diese Aktivitäten sollen natürlich auch in Zukunft weitergeführt werden.

Zugleich richtet das Pastoralkonzept den Blick aber auch auf eine Dimension der Caritasarbeit, die bisher noch keinen Schwerpunkt des pastoralen Alltags in Kohlscheid darstellt: Menschen, die am Rande oder außerhalb unserer Gesellschaf/Pfarre stehen, sollen sensibel und achtsam wahrgenommen werden. Unsere Pfarrcaritas kann so zum Sprachrohr der Betroffenen in Kirche und  Gesellschaft und Anlaufstelle für adäquate Hilfsangebote werden. In diesem Zusammenhang könnte es sinnvoll sein, auf der Erfahrung bereits bestehender regionaler Initiativen aufzubauen oder sich mit diesen oder anderen Gleichgesinnten zusammenzuschließen.

Besonders bietet sich hier eine Kooperation mit der evangelischen Nachbargemeinde an.

Michael Datené

Pastoralkonzept - Teil 6

Der nächste Bereich, der im Pastoralkonzept angesprochen wird, trägt die Überschrift: Über die Kerngemeinde hinaus Worum geht es in diesem Text?

So wie ein gläubiger Christ nicht für sich alleine glauben und leben kann, existiert eine Pfarrgemeinde nicht nur für sich selbst. Kirche ist immer Weltkirche. Der missionarische Auftrag Jesu an seine damaligen Jünger und Jüngerinnen: „Geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe“ (Mt 28,19-20) gilt auch heute, ist aber schon längst keine „Einbahnstraße“ mehr. Im Laufe des Jahres werden wir oft von den deutschen Bischöfen eingeladen, „über den eigenen Kirchturm“ hinaus zu blicken und durch unser Gebet und Geldspenden den Menschen in Not zu helfen (Sonntag der Weltmission, Adveniat, Misereor …). Um diese wichtige Aufgabe der Kirche zu erfüllen und als Ausdruck der Verbundenheit mit den Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika besteht seit Jahrzehnten in der Gemeinde St. Katharina der Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden.

Seine Aufgabe sieht er in Vorbereitung der Gottesdienste zu unterschiedlichen Themen und Anliegen, Organisation von Begegnungen mit den Gästen (aus Afrika, Asien, Südamerika), welche auf die Einladungen der kirchlichen Hilfswerke Deutschland besuchen und durch die Berichte über ihre Arbeit vor Ort uns am weltkirchlichen Engagement teilhaben lassen. Weiterhin wird ein Weihnachtsmarkt organisiert und der Erlös kommt einem Projekt von Missio, Misereor oder einer anderen Initiative zugute.

Viele Pfarrangehörige unterstützen das Engagement der Kirche in der ganzen Welt in persönlichen Initiativen, durch ihr Gebet sowie durch eine Mitgliedschaft in einem der Hilfswerke. In einigen Gemeinden wird durch den Verkauf von sogenannten Eine-Welt-Artikeln der faire Handel unterstützt.

In jeder Gemeinde findet die Sternsingeraktion statt, die größte Aktion, bei der Kinder für Kinder in Not aktiv werden. Ein Blick über die „Kerngemeinde“ hinaus wird auch durch den im März in 170 Ländern stattfindenden ökumenischen Weltgebetstag geworfen, durch den über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg Solidarität von und unter Frauen gestärkt wird.

Seit 1989 bemüht sich der ökumenische Arbeitskreis „Hand in Hand“ die Fremden-Freundlichkeit in unserer Umgebung zu fördern. Damit der Blick über die „Kerngemeinde“ nicht „trübe“ wird, wäre es für die Zukunft wichtig, manche Aktivitäten zu vernetzen und/ oder auf die ganze Pfarrgemeinde auszuweiten.

Mijo Repar

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